Nervenheilanstalt

Manchmal glaube, ich, das Internet ist eine. Erst die Diskussionsforen. Nun die Blogs. Insbesondere solche, die sich mit Geschlechterthemen befassen. (und solche mit esoterischen Themen aber die haben es nicht besser verdient)
Ist es denn ein ungeschriebenes Gesetz, dass, nur weil im Wort Geschlecht auch SCHLECHT enthalten ist, jegliche Vollpfosten daherkommen und alles vollkotzen?

So geschehen bei Christians Evolutionsblog. (scheinbar immer mehr eines, dass sich mit Feminismuskritik befasst denn mit evolutionsbiologischen Erkenntnissen aber gut, sein Bier)

Den Ansatz des Blogeintrages finde ich ziemlich spannend. Lassen sich feministische Strömungen und Ansätze auf einen gemeinsamen Nenner bringen? Darf man Feminismen pauschalisieren oder nicht?

Und was passiert?

Zum aktuellen Zeitpunkt (16.02.2011 17.00 Uhr) lese ich von knapp 100 Kommentaren EINEN EINZIGEN, der wirklich auf die Frage eingeht. Und das ist auch noch mein eigener. Mit etwas Toleranz komme ich vielleicht auf 5 andere, die sich an der Ursprungsfrage orientieren. Der Großteil der restlichen Kommentare beruht auf „Feminismus böse/braucht kein Mensch“, wahlweise mit „Frauen sind eigentlich ganz ok“, „Männer sind viel ärmer dran als Frauen“ und den darauf folgenden Gegen/Reaktionen in diversen Varianten. Auch ich hab da ein bisschen mitgemischt, weil Alles kann ich ja auch nicht so stehen lassen aber im Gegensatz zu manch anderen hab ich meinen produktiven Beitrag schon geleistet.

Hat das jetzt mit der Streitkultur zu tun, die fehlt? Christian versucht ja schon, die Beleidigungen und Diffamierungen auf ein Minimum zu begrenzen aber wie das bei arbeitenden Menschen und anderen, die noch ein Offline-Leben haben, so ist – sie sind auch nicht rund um die Uhr da um eine Diskussion wieder in die angestrebten Bahnen zu lenken. Und die Kommentare sind an sich ja auch mehr oder weniger sachlich – nur halt am Thema vorbei.
Ist derartiges Kommentierverhalten der Grund, warum FeministInnen so ungern auf Blogs oder in Foren unterwegs sind, die sich auch mal kritisch mit feministischen Theorien auseinander setzen? (Das Evolutionsblog und Christian würde ich trotz teils diffuser Ansätze nicht als Maskulist(isch) sehen)

Es kann doch nicht sein, dass zu logischem denken fähige Menschen es nicht raffen, mal bei einem Thema zu bleiben? Weder Frauen noch Männer noch die dazwischen.

In den Foren, in denen ich Moderatorin/Administratorin war oder bin, werden solche Diskussionsweisen einmal, vielleicht zweimal ermahnt und weitere Abweichungen gelöscht. In ernsteren Fällen bekommen entsprechende Menschen Schreibverbot. In ganz ernsten Fällen werden sie komplett aus dem Forum verbannt. Kommt natürlich auf die jeweiligen technisch möglichen Maßnahmen an.
Klingt hart aber das Leben ist kein Ponyhof und wer sich an einer Diskussion beteiligen will, hat sich an gewisse Regeln zu halten. Punkt.
Wer es nicht lassen kann, sich über Feminismus/FeministInnen, Maskulismus/MaskulistInnen oder ähnliches aufzuregen, der geht halt nicht in solche Foren oder liest solche Blogs. So einfach ist das. Das Internet ist groß genug, damit man sich aus dem Weg gehen kann. Wer nicht diskutieren will, sondern nur stänkern, ist in einem Diskussionsportal fehl am Platz!
(Und wer es dann wagt, sich auf „Meinungsfreiheit“ zu berufen, dem oder der trete ich das nächste Mal dahin, wo es weh tut und nenn das dann „Bewegungsfreiheit“!)

Abschließend ein paar intelligente Worte, die sich jede/r mal zu Herzen nehmen sollte:

Ich geh auch nicht in eine Nervenheilanstalt und quatsch die Leute blöd an: Hey du Vollidiot, du wirst nicht verfolgt!


Das wäre nicht angemessen

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25 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Christian - Alles Evolution
    Feb 16, 2011 @ 16:16:47

    Ich hätte auch gerne einen höheren Bezug auf den eigentlichen Artikel, aber andererseits sind solche Diskussionen schwer zu lenken. Sie handelten anfangs allerdings ja davon, warum sie meinen, dass die Unterscheidung recht egal ist.

    „scheinbar immer mehr eines, dass sich mit Feminismuskritik befasst denn mit evolutionsbiologischen Erkenntnissen aber gut, sein Bier“

    Ein Großteil meiner Feminismuskritik ist ja, dass dort die Erkenntnisse der Evolutionsbiologie und der Biologie an sich vernachlässigt werden.
    Das Geschlechterverhältnis war immer Blogthema.

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 16, 2011 @ 16:29:48

      @Christian
      Ja, das Geschlechterverhältnis war immer Thema. Geschlechterverhältnis ist aber mehr als Feminismus und der steht in deiner Blogbeschreibung (noch) nicht drin.

      Solche Diskussionen sind in Blogs natürlich schwieriger zu lenken als z.B. in Diskussionsforen, wo man die entsprechenden Kommentare auch mal eben woanders hinschieben kann, wenn sie dort besser hin passen. Und übersichtlich ist ein 3-gliedriges Kommentarsystem auch nicht gerade (ewiges Scrollen, ständiges Verfolgen der Diskussion weil aktuelle Kommentare entweder mittendrin stehen oder jemand einen neuen Baum aufgemacht hat etc.), schon klar.
      Es ist möglich, dem ständigen Abschweifen Einhalt zu gebieten. Umständlich aber durchaus möglich.
      Wie gesagt, du kannst ermahnen und weitere abschweifende Kommentare sperren/löschen. Your bubble – your rules.

      Wie bereits mal gesagt, ich lese hin und wieder gern dein Blog, weil du ja auch spannende Ansätze drin hast. Aber dieses ewige Grundsatzgejammer bringt niemanden weiter und deine eigene Intention droht darin unterzugehen. Da könntest du – ganz radikal ausgedrückt – auch gleich dein Blog in „feministischer Kotzeimer“ umbenennen.

      Antwort

      • Christian - Alles Evolution
        Feb 16, 2011 @ 17:19:24

        @Khaos.Kind

        „Aber dieses ewige Grundsatzgejammer bringt niemanden weiter und deine eigene Intention droht darin unterzugehen. Da könntest du – ganz radikal ausgedrückt – auch gleich dein Blog in „feministischer Kotzeimer“ umbenennen.“

        Ja, es wird sicherlich auch „gejammert“. Allerdings ist auch hierzu eine Diskussion möglich und wird ja auch geführt. Ich denke es ist gut, einen Platz zu haben, in dem dies für beide Seiten möglich ist.
        Denn ein Teil dieses „Gejammers“ ist ja durchaus berechtigt. Im Feminismus wird teilweise aus wissenschaftlicher Sicht einfach – entschuldigung, aber man muss es wohl so sagen – Blödsinn erzählt.

        Und im übrigen: Gehen Ausführungen auf feministischen Blogs „Das Patriarchat ist Schuld!“ oder „die Gesellschaft hält Frauen klein“ nicht durchaus in die selbe Richtung? Da kotzen sich durchaus einige Feministinnen ganz erheblich aus. Und weiter bringt es sie auch nicht.

      • Khaos.Kind
        Feb 16, 2011 @ 18:09:56

        @Christian
        Wie erkläre ich das jetzt am Besten… Genau, ich nehm das EMMA-Forum.

        In Diskussionsforen gibt es eine gewisse Struktur.
        Ein Oberthema, unter dem das Forum entstanden ist – in diesem Falle eben die EMMA.
        Dann verschiedene Subthemen wie „Aktuelles Geschehen“, „Kunst, Kultur, Wissenschaft“ oder „Beruf& Familie“.
        In diese Subthemen kommen dann die genauen Threads, die sich innerhalb des jeweiligen Subthemas bewegen und verschoben werden, wenn sie nicht ganz passen. Oder eine Diskussion wird geteilt, wenn sie sich in eine andere als die ursprüngliche Richtung bewegt.

        Diese Struktur ist gut und notwendig, weil es eben der Orientierung dient und hilft, wenn jemand neu einsteigen will.
        Ein Blog bewegt sich quasi nur auf der untersten Ebene. In deinem Blog bist du derjenige, der alle Threads zu gewissen Themen eröffnet, die Subthemen sind quasi deine Kategorien. Alle anderen haben nur Lese- und Schreibrechte und können kommentieren aber die Struktur nicht beeinflussen. Es liegt also an dir, da ein Abschweifen zuzulassen oder einzudämmen. Je nachdem wie wichtig dir eine gewisse Übersichtlichkeit und Dauerhaftigkeit ist. Denn in Blogs kann eben nur nach Threads gesucht werden und nicht nach Themen, die in den Kommentaren angesprochen werden.
        Wenn in den jeweiligen Kommentaren auch besprochen wird, was du gestartet hast, hilft das interessierten Neuen sich auf deinem Blog zurrecht zu finden und irgendwann mal in eine Diskussion mit einzusteigen. Ich dachte, das ist dir wichtig, schließlich verlinkst du auch sehr viel innerhalb deines Blogs die einzelnen Einträge.

        Im Feminismus wird teilweise aus wissenschaftlicher Sicht einfach – entschuldigung, aber man muss es wohl so sagen – Blödsinn erzählt.

        Werden wir nie erfahren, wenn jegliche Diskussion immer bei „Feminismus/Maskulismus/Biologie/Sozialisation ist doof“ stehen bleibt, oder?

        Und im übrigen: Gehen Ausführungen auf feministischen Blogs „Das Patriarchat ist Schuld!“ oder „die Gesellschaft hält Frauen klein“ nicht durchaus in die selbe Richtung? Da kotzen sich durchaus einige Feministinnen ganz erheblich aus. Und weiter bringt es sie auch nicht.

        „Mami, Mami, die anderen springen aus dem Fenster, darf ich auch?“
        Christian, ich bitte dich! Natürlich wird auf manchen auch viel unreflektierter Mist erzählt und gekotzt. Warum hab ich wohl oben beide Seiten angesprochen?
        Das bestärkt meine Argumente mehr, als das es irgendwas entschuldigen würde.

        Du musst es ja nicht so machen, wie ich es vorschlage. Wie gesagt: Your bubble – your rules.
        Es regt mich auf und hier hab ich dem Luft gemacht. Wenn es andere anregt, sich darüber Gedanken zu machen, ists gut. Wenn nicht, dann fühl eben nur ich mich besser.

  2. Christian - Alles Evolution
    Feb 16, 2011 @ 19:18:47

    „In deinem Blog bist du derjenige, der alle Threads zu gewissen Themen eröffnet, die Subthemen sind quasi deine Kategorien. Alle anderen haben nur Lese- und Schreibrechte und können kommentieren aber die Struktur nicht beeinflussen. Es liegt also an dir, da ein Abschweifen zuzulassen oder einzudämmen.“

    Ich werde dabei bleiben, sie zuzulassen. Weil ich sie interessant finde und zu umfangreiches moderieren auch zu sehr einschränkt.
    Ich kann Kommentare immer noch in einen Artikel „hochziehen“ und ihnen mehr Platz geben.
    Meiner Meinung nach kommt dennoch noch genug interessantes zu den Artikeln, auch wenn es etwas mehr untergeht.
    Ich mag überregulierte Blogs nicht.

    „Je nachdem wie wichtig dir eine gewisse Übersichtlichkeit und Dauerhaftigkeit ist.“

    Übersichtlichkeit und Dauerhaftigkeit ergibt sich für mich eher über die Beiträge. (meine Gedanken sind ja eh die wichtigsten 😉 ) Wenn der Leser dann weitere Informationen in den Kommentaren findet: Gut für ihn! Wenn ich in den Kommentaren neue Hinweise erhalte: Noch besser. Aber es ist kein muss.

    „Denn in Blogs kann eben nur nach Threads gesucht werden und nicht nach Themen, die in den Kommentaren angesprochen werden.“

    Google macht es möglich. Es kommen ja nach den Suchbegriffen auch einige, die etwas in den Kommentaren gefunden haben.

    „Wenn in den jeweiligen Kommentaren auch besprochen wird, was du gestartet hast, hilft das interessierten Neuen sich auf deinem Blog zurrecht zu finden und irgendwann mal in eine Diskussion mit einzusteigen.“

    Da mache ich glaube ich bei Zeiten lieber eine Übersichtsseite. Der Vorteil einer ersten Übersichtlichkeit wiegt die Gedanken, die durch eine Beschränkung und Moderation verloren gehen nicht auf.

    „Ich dachte, das ist dir wichtig, schließlich verlinkst du auch sehr viel innerhalb deines Blogs die einzelnen Einträge.“

    Ja, die Beiträge sollen schon ein Netz ergeben. Zumal die Argumente und Positionen ja auf einander aufbauen. Aber das muss ja deswegen nicht für die Kommentare gelten. Der Leser kann sich ja anhand meiner Beiträge orientieren.

    „Werden wir nie erfahren, wenn jegliche Diskussion immer bei „Feminismus/Maskulismus/Biologie/Sozialisation ist doof“ stehen bleibt, oder?“

    Bleiben sie ja auch nicht. Es gibt genug Fakten, sowohl in den Beiträgen als auch in den Kommentaren. Aber wir können gerne eine Diskussion zu „Biologie/Sozialisation“ oder was auch immer starten, in der wir uns auf die Fakten konzentrieren. ZB mit wechselseitigen Beiträgen im Rahmen einer Blogdiskussion. Ich wollte ja schon mal mit Stephanie Mayfield eine solche Diskussion führen, aber sie ist dann ja leider abgesprungen.

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 16, 2011 @ 20:04:53

      @Christian

      Aber wir können gerne eine Diskussion zu „Biologie/Sozialisation“ oder was auch immer starten, in der wir uns auf die Fakten konzentrieren. ZB mit wechselseitigen Beiträgen im Rahmen einer Blogdiskussion.

      Nette Idee. 🙂
      Wird wahrscheinlich nur nicht mit mir sein, weil meine Meinung weißt du ja schon und auch, dass wir da nicht soooo weit auseinander gehen. *g*

      Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 17, 2011 @ 09:35:49

      @Christian
      Ich habs mir anders überlegt.
      Wir können gerne mal ne Blogdebatte zum Thema „Sind die Differenzen zwischen den Geschlechtern biologisch oder sozialisationsbedingt“, WENN du die pro-Sozialisations und ich die pro-Biologieseite übernehmen.
      Sowas macht doch nur Spaß, wenn man eben nicht das alte Muster wieder ausfüllt, sondern eine andere Position als die übliche vertritt 🙂

      Was hälst du davon. Kannst mir ja mal ne Mail schreiben, wie du dir das so vorgestellt hättest.
      Ich brauch übrigens ein bisschen Vorlaufzeit, da ich noch nicht weiß, wie ich das Semester ausgelastet sein werde.

      Antwort

      • Christian - Alles Evolution
        Feb 17, 2011 @ 12:04:34

        @Khaos.Kind

        „Wir können gerne mal ne Blogdebatte zum Thema „Sind die Differenzen zwischen den Geschlechtern biologisch oder sozialisationsbedingt“, WENN du die pro-Sozialisations und ich die pro-Biologieseite übernehmen.“

        Lustiger Gedanke. Es würde mich aus argumentativer Sicht reizen. Ich würde auch gerne deine Argumente lesen. Ich denke tatsächlich darüber nach. Ich würde durchaus genug Argumente aus feministischen Diskussionen und zB Fausto-Sterling etc. bringen können, in dem Bewußtsein um ihre Fehler. Die einzige Frage ist, ob du in dem Bereich fit genug bist (nicht böse gemeint), damit die Diskussion Spaß macht?

      • Khaos.Kind
        Feb 17, 2011 @ 12:55:21

        @Christian

        Ich würde durchaus genug Argumente aus feministischen Diskussionen und zB Fausto-Sterling etc. bringen können, in dem Bewußtsein um ihre Fehler.

        Fausto-Sterling ist soweit ich weiß Biologin, keine Soziologin. Du musst dann schon mit Sozialisationstheorien und -ansätzen argumentieren. Hurrelmann oder West/Zimmerman oder so.

        Die einzige Frage ist, ob du in dem Bereich fit genug bist (nicht böse gemeint), damit die Diskussion Spaß macht?

        Das ist nicht böse, sondern eine realistische Frage. Schließlich bin ich Sozialwissenschaftlerin.
        Aber genau das ist ja die Herausforderung und der Spaß an der Sache. Du als Biologie-Verfechter argumentierst im sozialwissenschaftlichen Sinne und ich als Sozialwissenschaftlerin mit Biologie. Was uns beide in etwa auf ein Argumentationsniveau bringen würde.
        Außerdem hab ich ja geschrieben, ich brauch Vorlaufzeit. Um mir ein bisschen was anzulesen, denn geschwurbelte Theorien will ich mir da nicht aus den Fingern saugen. Und trotzdem nebenbei noch gescheit studieren.

      • Christian - Alles Evolution
        Feb 17, 2011 @ 13:31:01

        „Fausto-Sterling ist soweit ich weiß Biologin, keine Soziologin. Du musst dann schon mit Sozialisationstheorien und -ansätzen argumentieren. Hurrelmann oder West/Zimmerman oder so.“

        Fausto-Sterling bringt ja „Gegenargumente“ zur biologischen These, ebenso wie Sigrid Schmitz.

        „Was uns beide in etwa auf ein Argumentationsniveau bringen würde.“

        Ich habe eben auch einiges zur Gegenseite gelesen.
        Aber okay, solange es in Ordnung ist, wenn ich nach der Debatte noch einen Artikel schreibe, indem ich zu „meinen“ soziologischen Argumenten Stellung nehme, soweit du es nicht gemacht hast, hätte ich – nach einer entsprechenden Vorlaufzeit deinerseits – nichts dagegen. Die näheren Bedingungen können wir ja dann zeitnah besprechen.

  3. onyx
    Feb 16, 2011 @ 22:55:39

    „aber wie das bei arbeitenden Menschen und anderen, die noch ein Offline-Leben haben, so ist – sie sind auch nicht rund um die Uhr da um eine Diskussion wieder in die angestrebten Bahnen zu lenken.“

    Da gibt es eine zwar unbeliebte, aber offenbar notwendige und ganz einfache und effektive Lösung: Kommentare nicht automatisch veröffentlichen, sondern einzeln freischalten. Hat den dummen Nebeneffekt, dass es manchmal dauert, bis sie erscheinen, wenn man nicht sein gesamtes Leben vorm PC verbringt, und der Blog „lebt“ etwas weniger, aber man kann die Hütte so recht zuverlässig sauber halten. Muß jeder selbst wissen, was ihm wichtiger ist.

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 16, 2011 @ 23:05:38

      @onyx

      Kommentare nicht automatisch veröffentlichen, sondern einzeln freischalten. Hat den dummen Nebeneffekt, dass es manchmal dauert, bis sie erscheinen, wenn man nicht sein gesamtes Leben vorm PC verbringt, und der Blog „lebt“ etwas weniger, aber man kann die Hütte so recht zuverlässig sauber halten.

      Ich finde das bei entsprechendem Kommentarvolumen eine annehmbare Möglichkeit. Wobei es mir hier ja nicht um „Sauberkeit“, sondern um Diskussionsverläufe geht, ist aber im Prinzip auch drauf anwendbar.
      Für Sauberkeit reicht mir ja derzeit die wordpress-Einstellung, dass ich bestimmte Leute nur einmal genehmigen brauche und derem Kommentare erscheinen dann immer gleich (glaub bei mehreren Verlinkungen im Kommentar muss ich das extra genehmigen aber mei). Mal sehen, wie lang sich das hält 😉

      Antwort

  4. Stephanie
    Feb 18, 2011 @ 16:42:57

    @Christian – Alles Evolution
    Wie schon auf Deinem Blog: Ich krieg das schon mit, dass Du a) immer noch trauerst und b) „unser gemeinsames nicht auf Diskussionsthema und -regeln einigen können“ als meinen „Absprung“ bezeichnest.

    *gähn* und
    @Khaos.Kind: Christians Durchsetzungspraxis ist nicht unbedingt zu empfehlen, s.o. und http://allesevolution.wordpress.com/2010/07/29/gesellschaftliche-pragung-vs-biologische-pragung-debatte-verschoben/.

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 18, 2011 @ 16:56:58

      Hallo Stephanie und Willkommen im Kreis der KommentatorInnen,

      Wenn Christian nicht will, muss er ja nicht. Wenn ich nicht will, muss ich ja auch nicht. Ein „Die Idee find ich gut“ ist ja kein Vertrag.
      Regeln und ähnlichen Kladderadatsch machen wir dann aus, wenn es soweit ist.
      Dann stell ich meine Bedingungen und er seine und wenns dann nicht passt, solls halt nicht sein.

      Antwort

  5. Christian - Alles Evolution
    Feb 18, 2011 @ 17:01:01

    @Stephanie

    Klar, ich suche immer Diskussionspartner. Ob du es nun bist oder jemand anders wäre mir egal, sofern sich derjenige auskennt.

    Ich biete auch dir gern noch mal eine Diskussion an. Du wirst dir die „Geschlechterrollen entstehen durch die Gesellschaft“-Position ja sicherlich zutrauen.

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 19, 2011 @ 09:39:04

      @Christian
      Ich erkläre es dir gern und dann möchte ich, dass derartige Sachen zwischen euch bleiben. Ich diskutiere hier NICHT Auseinandersetzungen, bei denen ich nicht dabei war.

      Zu einer Diskussion gehört Offenheit. Die fehlte bei dir wohl in Stephanies Augen. Oder sie mag dich halt nicht, kann auch vorkommen. Und ist mir vollkommen wurst.

      Du wirst dir die „Geschlechterrollen entstehen durch die Gesellschaft“-Position ja sicherlich zutrauen.

      Ob du es glaubst oder nicht, diese Aussage tendiert in Richtung Übergriffigkeit. Weil sie impliziert, dass wenn die andere Person ja sagt, mit dir diskutieren müsste und wenn sie nein sagt, ist sie dumm/mutlos/feige.
      Jemand kann sich eine Position zutrauen und trotzdem nicht mit einer anderen Person darüber reden.

      Antwort

  6. Christian - Alles Evolution
    Feb 19, 2011 @ 18:08:45

    @Khaos.Kind

    Klar, ich wollte sie etwas herausfordern. Da ihr Ton etwas implizierend gehalten war („Durchsetzungspraktiken“ klingt ja wohl auch etwas übergrifflich) , dachte ich mir durchaus diese kleine Spitze erlauben zu können.

    Natürlich mag mich Stephanie nicht. Ebenso wenig wie sie „Biologismus“ mag.

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 19, 2011 @ 21:05:17

      @Christian
      Du wolltest sie herausfordern, obwohl du annimmst, sie mag dich nicht? Zu WAS herausfordern? Und was will Freud dir damit sagen?
      (das sind rhetorische Fragen, denk drüber nach und schreib es nicht hier rein)

      Empfindest du „Durchsetzungspraktik“ als übergriffig? Inwiefern? (keine rhetorische Frage)
      „Wie du mir, so ich dir“ ist Kindergartenpsychologie und hat hier nichts zu suchen. Schreib ihr ne Mail oder sprich mit nem Therapeuten (oder einer Therapeutin) drüber. Halt mein Blog da einfach raus, ja?

      Antwort

  7. Christian - Alles Evolution
    Feb 20, 2011 @ 12:42:48

    @Khaos.Kind

    Weil sie in ihrem Kommentar ruchlose Methoden meinerseits behauptet. Ich denke ihr gesamter Kommentar ist einer Interpretation auf Abwertungen recht zugänglich.

    Ansonsten ist dein Kommentar aber auch nicht gerade sachlich gehalten (Therapeut? Gerade da du die Hintergründe nichts kennst doch etwas weitgehend) Insbesondere wenn er mit dem Zusatz versehen ist, dass du Bemerkungen dazu nicht zulässt und anderweitig einen sachlichen Ton eingefordert hattest, den ich dir gegenüber denke ich durchaus praktiziere.

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 20, 2011 @ 13:07:45

      @Chistian
      Ok, du empfindest ihre Bezeichnung als ruchlos (für Interessierte, das Wort „ruchlos“ wird synonym für niederträchtig, boshaft, Gott verleugnend verwendet).
      Dann wäre die angemessene Verhaltensweise mich darauf aufmerksam zu machen, damit ich (vorausgesetzt ich merke das nicht selbst) notfalls eingreifen kann. Und kein „Wie du mir, so ich dir“.
      Denn wie in meinen Regeln steht:

      Darum möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass Kommentare und Gespräche grundsätzlich in einem wertschätzenden, sachlichen Ton gehalten werden sollen. Abwertungen, persönliches Anfeinden, verbale Übergriffe, Werbung und ähnliches werden gelöscht bzw. die AutorInnen um Korrektur gebeten (und gelöscht, falls sie dem nicht nachkommen).

      Da du die hoffentlich gelesen hast: dort steht, dass ich „grundsätzlich“ einen wertschätzenden, sachlichen Ton erwarte. Grundsätzlich ist kein „immer“, schließlich geht es um kontroverse Themen. Und wenn jemand pampig wird, dann werde ich auch mal pampig. Und wenn jemand verbal übergriffig wird, dann werde ich auch mal genervt darauf reagieren. Schließlich bin ich auch nur ein Mensch.
      Dir gegenüber habe ich mich immer um Sachlichkeit und Konstruktivität bemüht. Ich hätte auch meine Meinung zu deinen „Diskussionspraktiken“ anbringen können, die ich in der Blogdebatte mit Patrick sehr wohl mitbekommen habe. Oder dir an den Kopf werfen, dass du in vielen Blogs unter die Bezeichnung „Troll“ fällst. Hab ich aber nicht, weil das nicht zielführend ist.
      Wenn ich von „Kindergartenpsychologie“ spreche, dann ist der Begriff „Therapeut/Therapeutin“ durchaus gerechtfertigt. Und keine Unterstellung, dass du eine/n solchen brauchst, sondern ein Verweis darauf, dass derartige Verhaltensweisen hier nichts zu suchen haben.

      Antwort

  8. Christian - Alles Evolution
    Feb 21, 2011 @ 11:24:31

    @Christian

    „Ich hätte auch meine Meinung zu deinen „Diskussionspraktiken“ anbringen können, die ich in der Blogdebatte mit Patrick sehr wohl mitbekommen habe.“

    Was habe ich denn in der Blogdebatte mit Patrick deiner Meinung nach gemacht?

    „Oder dir an den Kopf werfen, dass du in vielen Blogs unter die Bezeichnung „Troll“ fällst.“

    Das fällt meiner Meinung nach eher auf die Bezeichner zurück. Ein Troll ist jemand der kommentiert, um zu provozieren. Meine Kommentare sind allerdings sachlich gehalten und stellen überwiegend dar, was auch ansonsten in Biologie und Wissenschaft vertreten wird. Ich bin bereit meine Aussagen zu belegen und auf Gegenpositionen einzugehen. Wenn das Provokation ist, dann ist dies allenfalls schade. Welchen meiner Kommentare in einem anderen Blog würdest du denn als trollig ansehen?

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 21, 2011 @ 11:44:11

      @Christian
      Nett gemeint aber lies mal, was ich geschrieben habe:

      Hab ich aber nicht, weil das nicht zielführend ist.

      Soll heißen, ich habe das auch nicht vor.

      Und ich möchte hier keine Meta-Diskussion/Reflexion über dein Blog oder dich oder andere abhalten.
      Mit meinem Post hab ich meine Meinung hoffentlich deutlich gemacht, was ich an Diskussionsstrukturen erwarte. Egal von welcher Seite.
      Darüber können wir gerne reden, anderes lassen wir oder führen es per Mail oder hastenichgesehen.

      an Alle:
      Weitere Kommentare zu Christian oder seinem Blog, die sich nicht direkt auf meinen Blogbeitrag beziehen, werden gelöscht bzw. nicht erst genehmigt.

      Antwort

  9. Stephanie
    Feb 21, 2011 @ 11:42:59

    @Khaos.Kind
    Entschuldige, mein Versuche der Verwendung meines Namens meine Version entgegen zu stellen, ist eine Trolldiskussion ausgeartet… ;-).

    Ich bin jedoch froh auf Dein Blog aufmerksam geworden zu sein und lese auch Deine anderen Einträge interessiert.

    Antwort

    • Khaos.Kind
      Feb 21, 2011 @ 11:47:01

      @Stephanie
      Meta-Diskussion, nicht Troll-Diskussion 😉
      Aber dazu habe ich mein letztes Wort im Kommentar über deinem jetzt gesagt.

      Freut mich, dass es dir hier gefällt und noch mehr freue ich mich, wenn es dich anregt, hin und wieder auch mal etwas zu kommentieren.

      Antwort

  10. Trackback: Nervenheilanstalt, Teil II « Die chaotische Welt der Geschlechter

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