Ein (nicht ganz) unfeministischer Urlaub

Ich kann eben doch nicht aus meiner Haut. Denn es ist überall, das Thema, das ich mir zum Beruf gemacht habe.

Es hätte so schön werden können.
Bewusst nahm ich mir keine Studienunterlagen mit, keine feministischen oder andere Geschlechterthemen betreffenden Bücher, sah nur selten nach meinen Mails, las keine Blogs, war nicht auf facebook, verfolgte nichts auf Twitter. Ich besuchte Freunde und Freundinnen, denen Feminismus und Gender gelinde gesagt egal ist, die ihr Leben so gut und so selbstbestimmt wie möglich leben.

Es hätte eine kurze Auszeit sein können.
Einmal nicht diskutieren, einmal nicht erklären müssen, was ich tue und warum – oder warum ich das so wichtig finde. Einmal einfach nur der Mensch sein, der ich war, als ich all diese wunderbaren Menschen kennen lernte, noch vor meiner Erkenntnis, dass ich Feministin bin und dass Feminismus und die Geschlechterverhältnisse nicht nur irgendein Rand- sondern DAS Thema sind, dem ich die nächsten Lebensjahre (und wahrscheinlich mehr) widmen möchte. Einfach nur Mensch, Freundin, Ratgeberin, Teilhabende sein. Mehr

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Auf der Suche nach Inspiration

Nennt sich Urlaub.
Bin jetzt eine Woche ohne Internet. Viel Lachen, viel Sonne, viele wunderbare Menschen, ein paar Bücher.

Wenn ich dann wiederkomme, gibts hier einiges neu und mehr und anders und besser. Mehr Bücher, mehr Filme und Goodnews. So der Plan. (Wünsche und Anmerkung werden entgegen genommen, eine Garantie für Berücksichtigung gibts dagegen nicht)

Wer mich vermisst, dem/der gebe ich ein Zitat von Tony Curtis mit in diese Woche:

Wir alle sind zu einer Hälfte männlich und zu einer Hälfte weiblich.
Manche mehr, manche weniger.

Der Begriff des Privilegs

Ich glaube kein Begriff ist so diffus wie der des Privilegs.
Über ein Blog bin ich vor kurzem darauf gestoßen und wollte gern meine eigene Definition davon hier posten. Und so suchte ich mir Inspiration. Wer sagt(e) was darüber, was sagt Wikipedia als jederzeit abrufbare Enzyklopädie. Und so kam ich vom Hundertsten ins Tausendste. Von Blogs zu anderen Blogs, zu Tante Google und wieder zurück. Keine Erläuterung war mir konkret genug und so begann ich zu überlegen, was ich genau darunter verstehe.

Im Großen und Ganzen verstehe ich unter Privileg ein Vorrecht. In früheren, historischen Gesellschaften umfasste es ein explizites Vorrecht einer bestimmten Person oder Gruppe. Im Zuge der Moderne und der Ausdifferenzierung gesellschaftlicher Bereiche wurden diese expliziten Privilegien immer implizierter, die Gruppen auf die sie sich beziehen immer unschärfer. Dabei ergeben sich Privilegien sowohl aus rechtsstaatlichen Regelungen wie Gesetzen und ebenso aus gesellschaftlichen Normen, die von jeweils unterschiedlichen AkteurInnen und deren Weltbildern gestaltet werden. Mehr

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