Ich bin eine Rassistin

Ich entschuldige mich jetzt schon dafür, falls mein Sprachgebrauch eine*n verletzten sollte. Das ist keine Absicht, ich kann es allerdings nicht ganz ausschließen. Es geht um Rassismus. Um meinen, bewusst und sehr viel noch nicht bewusst. Ich nenne Beispiele von Situationen, in denen ich weiß, dass ich von rassistischen Strukturen und Annahmen profitiere und wohl selbst rassistisch bin. Ich muss davon ausgehen, dass der folgende Beitrag rassistische Begriffe enthält. Ich schreibe manche von ihnen bewusst – und bewusst nicht aus. Bei anderen ist mein Wissen und mein Gespür noch nicht weit genug. Das als Vorwarnung.

Dieser Beitrag kostet mich Überwindung. Viel. Fast körperlich drückt sich mein Unwohlsein aus. Das sprichwörtliche Bauchweh, ganz ohne sprachliche Ebene. Wortwörtliches Bauchweh.
Aber nachdem ich die letzten Tage in meiner feministischen online Filterblase immer wieder auf dieses Thema gestoßen werde, mag ich mich auch mal dazu äußern. Und bekennen:

Ich bin Rassistin.

Das zu erkennen und zuzugeben fällt mir nicht so schwer. Das macht mir keine Bauchscmerzen. Ich finde es nur logisch.
Ich bin nicht gern so. Ich gehe nicht mit Schlagwaffen umher, ich schüchtere nicht bewusst vermeintlich andere Menschen ein. Ich halte andere, anders aussehende Menschen nicht für schlechter, dümmer, mir grundsätzlich unterlegen.
ABER
Als „weiße“ Person (bezogen auf die Hautfarbe, die Geburtsherkunft und das Umfeld in dem ich aufgewachsen und in das ich hinein sozialisiert wurde) profitiere ich von rassistischen Strukturen. Und stärke sie durch nicht-Hinterfragen und weiter verwenden. Meine Sprache ist voller rassistischer Wörter. Nach und nach komme ich erst drauf, wie übervoll. Meistens erst dann, wenn ich mitbekomme wie Menschen sich zu Recht aufregen. Dass bestimmte Begriffe wie N. oder M. als Bezeichnung für Menschen mit dunklerer Hautfarbe abwertend und somit überholt sind, ist mir ohne jeden theoretischen Hintergrund sofort klar. Bei dem Begriff „barbarisch“ musste ich allerdings wirklich erst eine Erklärung lesen um zu verstehen, wie und abwertend das Wort ist. Ich musste erst den geschichtlichen Hintergrund kennenlernen bzw. in Erinnerung rufen. Denn ich kannte ihn schon – aus der Sicht der Geschichtsschreiber, der „Gewinner“, derjenigen, die „Zivilisation“ als etwas Gutes, Erstrebenswertes für sich beanspruchen. Die ausblenden, mit welch unvorstellbarer Gewalt sie sich selbst als gute und erstrebenswerte Ziel setzen.

Es ist das Übliche, das Privileg, das ich kenne, lebe und doch nicht sehe.

Wenn ich irgendwohin gehe, wird davon ausgegangen, dass ich ungefährlich bin.
Ich sehe überall Menschen, die mir ähnlich sind, mit denen ich mich identifizieren könnte.
Die meisten Geschichten und Metaphern in meiner Sprache sind auf meine kulturellen Bezüge zugeschnitten.
Die meisten der Geschäfte in meiner Gegend sind auf mein Aussehen, meine Haare, meine Hautfarbe zugeschnitten.
Die meisten der Geschäfte sind auf die in meinem Kulturkreis vorherrschenden Essgewohnheiten zugeschnitten, selbst solche, die Speisen anderern Länder/Regionen dieser Welt anbieten.
Meine Bildungszertifikate werden ohne große Probleme anerkannt.
Ich spreche die hier vorherrschende(n) Sprache(n), also deutsch und englisch, relativ gut und werde ohne hinterfragen in meinen Anliegen ernst genommen.

Ich gelte als die Norm.

Wenn ich „exotisch“ esse, dann wird angenommen, dass ich kein Schnitzel, Spätzle, was mit Kartoffeln oder Käse meine.
Wenn ich in ein anderes Land reise, dann werde ich eher als Touristin denn als Schmarotzerin oder Geflüchtete eingeschätzt. Wenn ich reise, gelte ich als „weltoffen“.

Ich bin die Norm, die nicht genannt wird.
Ich bin das Problem.

Ich kann wissen, dass die ersten Menschen vom heutigen afrikanischen Kontinent stammen. Und gleichzeitig ist Christoph Kolumbus in meinem Kopf als „Amerika-Entdecker“ gespeichert. Dabei lebten da schon vorher Menschen und das steht auch in jedem Geschichtsbuch drin. Diese Menschen vorher haben keine Namen. Kolumbus hat einen.
In meinem Kopf stehen diese Informationen nebeneinander. Weil ich sie gelernt habe. Als wäre es nicht notwendig, sie miteinander zu verbinden. Ich weiß, dass die Geschichte geschrieben ist, eine voller Unterdrückung, Krieg, Abwertung, vielen, vielen Auslassungen.

Um das Problem zu sein, muss ich niemanden direkt abwerten. Darauf habe ich keinen oder nur kaum Einfluss – jedenfalls nicht sofort sondern nur über lange Arbeit und Prozesse.

Ich bin die böse Seite. Historisch gewachsen.
Und doch kann ich nicht sagen, dass es so einfach ist. Ich kann nicht sagen, dass ich NUR die böse Seite bin.

In einem sehr geringen Maß aber eben doch treffen mich die ausländerfeindlichen, nationalistischen Gesetze.
Wie alle Zugezogenen musste ich mich bei Studienbeginn in Österreich „einkaufen“. Beschränkter Aufenthaltstitel für fünf Jahre, weil Studium. Kostenpunkt etwa 30 Euro.
Den bekam ich unter anderem, weil meine finanziellen Grundlagen reichten. Nachdem dieses Jahr mein BaföG (=Studienförderung) auslief, habe ich begonnen zu Arbeiten. Befristeter Vertrag bis Ende Dezember 2012. Sollte also demnächst mein Studium als Aufenthaltsgrund vorbei sein und ich keine neue Arbeitsstelle finden – muss auch ich bangen. Ich habe keine Ahnung, was dann passiert.
Natürlich ist es bereits ein Privileg, so leicht Arbeit zu finden. Als „weiße“, als Deutsche, als EU-Bürgerin. Mich plagen noch nicht direkt die Existenzängste deswegen. Aber wie gesagt, mich trifft es auch.
In Österreich gibt es in bestimmten Gruppen eine Abneigung, einen Hass gegen mich – als Deutsche.
In Österreich gibt es ein Schimpfwort für Menschen wie mich – für Deutsche.

Nationalistische Ausländerfeindlichkeit trifft mich.
Rassismus trifft mich nicht. Nicht direkt.

Rassismus und Nationalismus gehen Hand in Hand. Die Gesetze unterscheiden da nur bedingt. Wenn nationalistische Regelungen rassistische Strukturen verstärken, dann leide ich gleichzeitig darunter und trage sie doch mit.
Weil ich es leichter habe, ohne auch nur einen Finger zu rühren.
Weil ich es nicht sehen muss, diese Problematik.
Weil ich es ausblenden kann. Und manchmal auch tue.

Es ist nur logisch, zuzugeben, dass ich rassistisch bin.
Was mich dann unwohl fühlen lässt, sind die Aufzählungen von Situationen in denen ich es bin. Mich schmerzt es, hinzusehen und anerkennen wie oft ich Menschen verletzt haben mag, wie oft ich sie übergangen habe, klein gemacht, nicht ernst genommen habe. Es ist mein schlechtes Gewissen, das mich plagt. Und die Tatsache, dass ich vergangenes nie ungeschehen, gesagtes nie zurücknehmen kann. Mich nie bei Unbekannten entschuldigen kann.

Die Kunst ist, dabei nicht stehen zu bleiben.
Ja ich bin so, ich lebe und wiederhole und verstärke Rassismus. Aber ich will das nicht. Ich will antirassistisch denken und handeln. Ich will dem kolonialistischen Denken auf den Grund gehen, es aushebeln und anders machen. Ich will Probleme sehen und hören und ernst nehmen – auch wenn es nicht direkt meine sind. Erst Recht, wenn es meine sind – weil ich sie anderen bereite.

Ich werde in meinem Bemühen Fehler machen. Andere weiter verletzten. Ich werde stolpern und fallen. Ich gebe zu, ich werde vielleicht auch Pausen machen, wenn mich meine eigene von mir mitgetragene Ungerechtigkeit erschlägt. Weil ich es kann. Ich werde dann Kraft sammeln um weiter dagegen anzugehen. Auch wenn mein Wollen ein anderes ist, kann ich erst mal nicht verhindern, weiterhin von den rassistischen Strukturen zu profitieren. Es ist immer noch wahrscheinlicher, dass meine Meinung gehört, gelesen, verbreitet wird als wenn ein ähnlicher Text/Beitrag von einer Women of Color (WoC) käme. Sollte ich daher schweigen?
Nein!
Denn wenn ich schweige, gehört der Platz und Raum, die Aufmerksamkeit nicht automatisch Menschen in noch marginalisierterer sozialer Position. Sondern genau wieder diesen ignoranten, unreflektierten, unwilligen Menschen, die eh schon überall gesellschaftlich entscheidende Positionen besetzen. Dann gehört er denen, die ich (und alle, die so denken, handeln, sich engagieren) bekämpfen will.

Darum werde ich nicht aufhören. Nicht aufhören mit und für andere zu kämpfen. Sie ernst zu nehmen. Ihnen Raum und Platz zu machen. Nicht meinen eigenen marginalen Platz aufgeben. Wir sind alle wichtig. Es ist genug Platz für alle Anliegen da. Gemeinsam statt gegeneinander.

Ich bin nicht das Opfer. Nicht nur. Ich bin die (Mit)Täterin. Aber nicht nur. Ich will der Steigbügel sein für die, die noch mehr darunter leiden als ich.

Ich bin Teil des Problems. Ja.
Ich will auch Teil der Lösung sein.

22 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. distelfliege
    Okt 21, 2012 @ 23:36:26

    Ach, lustig. Ich bin Österreicherin in Deutschland. Ich bin allerdings hier geboren und mit Österreich verbindet mich nichts. Würde ich da hin gehen, wäre ich für die Leute dort auch ein Piefke. Aber daran ist ja klar, dass es gar nicht um die Nationalität geht beim Rassismus, weil wir sind nun mal davon nicht betroffen.

    Ich finde das „ich bin Rassistin“ zu hart. Du erklärst zwar genau wie das gemeint ist, also dass du privilegiert und strukturell beteiligt bist und unbewusst auch Mist baust (geht mir ja genauso), aber ich würde „rassistisch“ sagen, nicht „Rassistin“. Aber das sind so Befindlichkeiten, die nicht so irre wichtig sind, inhaltlich find ich das ja alles total schlüssig, ich würde das für mich halt anders halten.
    merci für den Text..🙂

    Antworten

  2. distelfliege
    Okt 22, 2012 @ 10:53:51

    Ich nochmal.. nachdem wir heute morgen bischen getwittert hatten, fiels mir auch in mein Bewußtsein, dass es auch privilegiert ist, sich öffentlich mit eigenen Privilegien und eigenen Gefühlen von Schuld und Scham auseinandersetzen zu können. Wobei ich zwei Sachen finde: Gefühle von Schuld/Scham gehören einfach dazu wenn man sich mit eigenen Privilegien beschäftigt. Und es gibt zwar total viele dominante weiße Räume, aber kaum Räume wo Weiße sich mit CW und diesem Reflektionsprozess auseinandersetzen – ohne die Öffentlichkeit.
    Vielleicht wärs gut, eine Mailingliste zu haben für Weiße die sich über solche Reflektionen und Gefühle austauschen wollen. Ich hab grad bei Yahoogroups nix gefunden, ich weiss nicht ob es bereits eine gibt.

    Antworten

  3. Shuizid
    Okt 22, 2012 @ 11:37:27

    Ich finde das Wort „rassistisch“ ist an dieser Stelle zu hart.
    Du gehörst der vorherrschenden Klasse an Menschen in einer mittelmäßig rassistischen Gemeinschaft an.
    Um rassistisch zu sein, müsstest für mein Empfinden Menschen anderer Abstammung aktiv benachteiligen – das tust du aber nicht. Wenn du dich selbst als „rassistisch“ bezeichnest, relativierst du damit echte Rassisten/innen, diejenigen, die tatsächlich gezielt (wenngleich zum Teil unbewusst) Menschen anderer Abstammung benachteiligen.
    Du profitierst von deiner Abstammung und benachteiligst dich nicht bewusst, aber das ist passiv. Du behandelst Menschen wegen ihrer Abstammung nicht anders – genau das wäre aber der zentrale Aspekt von Rassismus. Wenn man Menschen unabhängig gewisser Eigenschaften gleich behandelt, ist man diesbezüglich egalitär und das ist genau dann schlecht, wenn diese Menschen benachteiligt sind. Aber es besteht ein klarer Unterschied darin, ob man bestimmte Menschen benachteiligt, oder ob man Benachteiligte nur nicht fördert.
    Rassistisch würde ich dich nicht nennen – auch des Begriffes wegen. Zum „rassistisch sein“ gehört für mich ein aktiver Part, dazu gehört dass „man selbst es ist“ und nicht, dass „man es in Relation zu etwas ist“. Der Unterschied ist: In einer Gesellschaft, in der es keine Benachteiligung von Menschen verschiedener Abstammung gibt, würdest du mit exakt dem selben Verhalten nicht rassistisch sein – demzufolge wäre dein „rassistisch“ ein Wort, das sich in Relation zur Gesellschaft ergibt. Das wird wohl aber kaum der alltäglichen Bedeutung des Wortes gerecht und ich sehe auch keinen Nutzen darin, diese so zu verändern, dass man dann für die aktuellen Rassisten ein neues Wort benötigt.

    Das mit „barbarisch“ verstehe ich indes nicht. Es kommt aus dem Griechischen und bezeichnete (sogar wertneutral) alle Nichtgriechen und wurde allerdings mit der Zeit zu einem Synonym für „unzivilisiert“. Es ist bewusst abwertend, aber es bezeichnet keine Abstammung, keine ethnische Gruppe und imo nichts, das man sinnvoll auf das Konstrukt einer irgendwie gearteten „Rasse“ anwendet.

    Antworten

    • Khaos.Kind
      Okt 22, 2012 @ 15:27:40

      @Shuizid
      Rassismus funktioniert unabhängig davon, ob ich es direkt will oder nicht. Es gilt also keinerlei Entschuldigung, dass ich nur „fahrlässig“ statt „geplant“ rassistisch gehandelt habe. Wenn ich unabsichtlich jemandem auf die Füße trete, stehe ich trotzdem drauf, tue der Person weh und soll gefälligst runter gehen. Wie ich da drauf gekommen bin, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass ich von diesem fremden Fuß runter gehe.
      Und dass Hierarchien und somit auch Rassismus/Sexismus/Homophobie/Transphobie/Ableismus etc. relationale Begriffe sind, ist logisch.
      Wie distelfliege bereits angemerkt hat, es ist unwichtige Wortklauberei, ob ich mich jetzt als „Rassistin“, „an rassistischen Strukturen partizipierend“ oder „diese und jene Handlung von mir war rassistisch“ bezeichne. Wichtig ist, dass ich damit aufhöre!

      Zu dem Begriff „barbarisch“ und seinem Kontext hab ich dir weiter unten ein paar Texte verlinkt.

      Antworten

      • Shuizid
        Okt 22, 2012 @ 21:14:37

        Ich will eigentlich keine Diskussion über „barbarisch“ losbrechen, jedoch empfinde ich es als einen äußerst fragwürdigen Ansatz, die Bedeutung eines Wortes anhand des Ursprunges für alle Ewigkeit in Stein zu meißeln. Es gibt viele Sprichwörter in diversen Sprachen, deren Herkunft zum Teil unbekannt ist. Wenn ein Wort in einem nicht rassistischen Kontext verwendet wird, niemand es als rassistisch versteht und nur jene, die unnötig detaillierte Nachforschungen anstellen feststellen, dass es mal einen rassistischen Ursprung hatte… Ja, was soll es dann heißen, es sei „rassistisch“? Selbst wenn es das früher einmal war, heißt das noch lange nicht, dass es auch heute noch so ist.

        Zu deinem Rassismus kann ich leider nichts sagen, weil du kein entsprechendes Beispiel hast.
        Aber Rassismus ist kein relationaler Begriff – entweder man ist rassistisch (unterteilt Menschen gemäß vorhandener, meist ethnischer Merkmale in bestimmte „Rassen“ und belegt diese „Rasse“ dann mit weiteren nicht allgemeingültigen Merkmalen – wegen denen man ihnen üblicherweise ein angepasstes, im üblichen Zusammenhang negatives, Verhalten zukommen lässt). Selbes gilt für die anderen Beispiele und Hierarchien sind auch nicht relational.
        Unwichtige Wortklauberei ist es auch nicht, denn ja nach dem, was auf dich zutrifft, sind es andere Dinge, die du tust und die du dementsprechend lassen musst und denen gemäß du dich von den anderen Gruppen unterscheidest. Du kannst bei einer Bewerbung nicht aufhören, vom systemischen (also im System innewohnendem – nicht systematischem) Rassismus zu profitieren, weil du dafür am falschen Ende der Hierarchie stehst. Du kannst nicht aufhören in einer vorrangig weiß geprägten Umgebung Weiße zu sein, du kannst nicht aufhören die Privilegien zu genießen, welche dir förmlich aufgezwungen werden. Du kannst nicht sinnvoll aufhören als harmlos, als zurechnungsfähig, als ehrlich und vertrauenswürdig empfunden zu werden, nur weil du weiß bist.
        Wenn du Beispiele hast, in denen du aktiv rassistisch gehandelt hast (wozu wir auch gerne das erdulden von Rassismus trotz eigener Interventionsmöglichkeiten zählen können) dann kannst du an diesen Arbeiten. Aber was du aufgezählt hast sind positive Vorurteile, die andere über dich haben und die hast du als Einzelperson nicht verursacht hast und die du als Einzelperson nicht ohne weiteres aus der Welt schaffen kannst.
        Dass du von dem Rassismus der anderen profitierst macht dich nicht automatisch zur Rassistin. Wenn du jemandem auf die Füße trittst, solltest du das gefälligst lassen. Aber du trittst nicht auf die Füße, du bist diejenige, der wegen ihrer Abstammung nicht auf die Füße getreten wird. Du kannst versuchen dich selbst zu benachteiligen, was aber bereits am Beispiel des Bloggens das eigentliche Problem nicht löst. Du kannst versuchen den Füßetretern auf die Füße zu treten (oder sie von den Füßen runter zu schubsen), aber die stehen in der Hierarchie über dir und das heißt, das kann man nicht mal eben nebenbei tun.

  4. Samia
    Okt 22, 2012 @ 13:38:00

    Das mit “barbarisch” verstehe ich indes nicht. (Shuizid)

    Die Google-Suche hätte weniger lang gedauert als das Tippen von dem Quatsch, der auf diese Aussage folgt.

    Antworten

  5. emmi
    Okt 23, 2012 @ 14:50:42

    Ein Artikel, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Danke dafür.

    Antworten

  6. Kenji
    Okt 25, 2012 @ 08:18:55

    Ich finde die Diskussion sehr spannend! Aber ich finde, dass der Unterschied zwischen „rassiststisch sein“ und „ein_e Rassist_in sein“ zu wenig hervorgehoben wird. Hinter dem letzteren scheint mir eher die klare Absicht zu stehen, andere zu aufgrund ihrer Herkunft/ihres Aussehens zu unterdrücken, um sich selbst hochzuhalten. „Rassisstisch sein“ kann aber passieren (muss es aber nicht), ohne dass eine solche Absicht im Vordergund steht, wie z.B. wenn eine Person die andere Person fragt, ob sie die jeweilige Sprache spricht, nur weil sie eine andere Hautfarbe hat.

    Antworten

    • Khaos.Kind
      Nov 02, 2012 @ 15:27:48

      @Kenji
      Ich habe den Unterschied bewusst wenig hervorgehoben.
      Es hat mir geholfen zu überlegen, wie es auf Außenstehende wirkt. Sehen die, ob ich absichtlich oder unabsichtlich rassistisch bin? Wenn nicht, dann kann der Unterschied auch nicht so groß oder wichtig sein.
      Ich mag mich besser fühlen, wenn ich es gut meine oder unreflektiert/unbewusst spreche/handle. In meinen Augen ändert das allerdings wenig daran, dass andere darunter leiden. Oder was meinst du?

      Antworten

      • Kenji
        Nov 06, 2012 @ 09:35:40

        Ich denke eigentlich schon, dass es einen Unterschied machen würde. Für mich jedenfalls. Ich würde wahrscheinlich anders reagieren wenn mich jemand bewusst schädigen will. DASS beides verletzend ist, liegt auf der Hand. Aber vor bewussten Rassisten habe ich Angst. Nicht vor unwissenden Menschen, da bei ihnen eher die Möglichkeit zur Horizonterweiterung gegeben ist.

  7. El_Mocho
    Okt 25, 2012 @ 08:30:07

    Warum wurde mein Kommentar vom 23. nicht freigegeben?

    Antworten

    • Khaos.Kind
      Okt 29, 2012 @ 17:13:18

      @El_Mocho
      Hättest du mir eine gültige Mailadresse angegeben, wäre eine Mail mit Begründung in deinem Postfach.
      Wie in den Regeln dieses Blogs erkenntlich, schalte ich Kommentare nur frei, die eine gültige Mailadresse haben. Dass sie keine haben, erkenne ich, wenn ich kritische Aspekte und Ablehnungsbegründungen per Mail kommunizieren will. Allein aus diesem Grund habe ich deine Nachfrage jetzt auch frei geschaltet. Anders erreiche ich dich ja nicht.

      Antworten

  8. sorim
    Okt 27, 2012 @ 15:47:01

    Danke. Das ist ein sehr beeindruckender Artikel.

    Antworten

  9. iqmagazin
    Mrz 23, 2013 @ 19:11:23

    Nenne mich naiv, aber ich dachte, Staatsbürger eines EU-Mitgliedsstaates dürften sich überall in der EU ansiedeln?!

    Antworten

  10. Trackback: identitäre kackscheiße, oder: wenn du ein dogma draus machst, ist es eigentlich immer falsch | communeva - the blog.

Du hast ein Hirn, du hast eine Stimme, du hast eine Meinung. Also habe niemals Angst, deinen Standpunkt klar zu machen. Trotzdem bitte ich darum, dass du dich vor deinem Kommentar mit den hier geltenden Regeln (unter "Grundsätzliches") vertraut machst. Zum Kommentieren ist mindestens eine gültige E-Mail-Adresse erforderlich.

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