Der Begriff des Privilegs

Ich glaube kein Begriff ist so diffus wie der des Privilegs.
Über ein Blog bin ich vor kurzem darauf gestoßen und wollte gern meine eigene Definition davon hier posten. Und so suchte ich mir Inspiration. Wer sagt(e) was darüber, was sagt Wikipedia als jederzeit abrufbare Enzyklopädie. Und so kam ich vom Hundertsten ins Tausendste. Von Blogs zu anderen Blogs, zu Tante Google und wieder zurück. Keine Erläuterung war mir konkret genug und so begann ich zu überlegen, was ich genau darunter verstehe.

Im Großen und Ganzen verstehe ich unter Privileg ein Vorrecht. In früheren, historischen Gesellschaften umfasste es ein explizites Vorrecht einer bestimmten Person oder Gruppe. Im Zuge der Moderne und der Ausdifferenzierung gesellschaftlicher Bereiche wurden diese expliziten Privilegien immer implizierter, die Gruppen auf die sie sich beziehen immer unschärfer. Dabei ergeben sich Privilegien sowohl aus rechtsstaatlichen Regelungen wie Gesetzen und ebenso aus gesellschaftlichen Normen, die von jeweils unterschiedlichen AkteurInnen und deren Weltbildern gestaltet werden. Mehr

Neue Traditionen und das Vorsatzdilemma

Ein (P)review.

 

Während draußen die ersten Menschen ihr Geld in bunten Farben in den Wind schossen und die Luft mit dem typischen Duft von Silvester erfüllten, saß ich und schrieb einen Brief. An mich.

Eine wunderbare Frau hat mich darauf gebracht. In der Zeit, in der die Welt zurück blickt und ein TV-Sender nach dem anderen in der Melancholie und Sehnsucht des Gestern schwelgt, sehe ich nach vorne. Was wünsche ich meinem zukünftigen Ich, welche Pläne habe ich für das kommende Jahr? Ob sie sich bewahrheiten werden?

Same same but different. Mehr

Mädchen, pfeif auf den Prinzen!

So im Nachhinein ist es nicht verwunderlich, in welche Richtung ich mich entwickelt habe. Hier eins der Gedichte, die im Deutschunterricht gefühlt ständig zum Aufsagen und interpretieren genutzt wurden. Ich erinnere mich an min. drei mal. Umso erstaunlicher, dass es immer wieder in Vergessenheit gerät. Aber es ist hartnäckig. 😉

Mädchen, pfeif auf den Prinzen!

Josef Reding

Es kommt kein Prinz, der dich erlöst,
wenn du die Jahre blöd verdöst,
wenn du den Verstand nicht übst,
das Denken stets auf morgen schiebst.

Es kommt kein Prinz, der dich umfängt,
von nun an deine Schritte lenkt.
Befrei dich selbst vom Dauerschlaf,
sonst bleibst du nur ein armes Schaf.

Es kommt kein Prinz mit einem Kuss,
macht nicht mit deinen Sorgen Schluss;
es bringt dich auch kein Königssohn,
vom Kochtopf auf den Herrscherthron.

Du kannst dir selbst dein Leben bauen,
musst allen deinen Kräften trauen.
Mach noch heute den Versuch,
und pfeif auf den Prinzen im Märchenbuch!

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