This is how I work

Nach langen Wochen, in denen ich sogar mein eigenes Blog gemieden habe, spülte es eine Blogparade in meine Reader. Da ich eine Schwäche für Fragebögen habe, setze ich mich nun also doch mal wieder ran. Danke Isabella, dass du mich erneut zum Bloggen inspiriert hast!

 

 
Bloggerinnen-Typ: unregelmäßiges „da war doch was“ und „meine Seele brennt raus in die Welt“, feministischer Alltag
Gerätschaften digital: Computer mit Win 8, Sony Ericson with Walkman, Mp3 Player, Kobo eReader
Gerätschaften analog: Papier (zumeist ein öko A4-Ringblock den ich fast überall mit hinnehme) oder mein kleiner Journalist*innenblock, den ich mal geschenkt bekam, im Notfall tut es auch eine Serviette, ein Bierdeckel oder eine alte Rechnung, Kugelschreiber
Arbeitsweise: fokussierter, je größer die emotionale Bindung ans Thema Mehr

Bloggen gegen die Zeit

Ich habe mich heute auf Twitter mal wieder darüber beschwert gejammert, dass ich nicht zum Bloggen komme. Beziehungsweise, dass ich zwar unzählige angefangene Postings und Themen in einer Liste auf meinem PC gesammelt habe, teilweise stehen auch schon Entwürfe, Einleitungen, Zwischenteile, Textstrukturen aber so gut wie nichts findet seinen Weg hier her.

Das liegt nicht, wie der Titel vielleicht vermuten lässt, an der fehlenden Zeit. Aber das Problem hat unter anderem auch mit Zeit zu tun.

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F³ – Julie/Julia

Nachdem Anke Gröner mich neugierig auf dieses Filmchen gemacht hat, kam ich ja selbst nicht umhin, mir ein Urteil zu bilden. Es waren sehr angenehme 123 Minuten, die ich da verbrachte, das bereits vorneweg.

Story
Der Film verbindet zwei Geschichten.
Einmal die von Julie Powell (Amy Adams), die in ihrer aktuellen Situation, ihrer Arbeit und ihrem Leben nicht ganz so glücklich ist. Sie wäre gern Autorin, arbeitet aber als Versicherungsangestellte in einem Center, das seinen Schwerpunkt auf die Langzeitfolgen von 9/11 gelegt hat. Dann zieht sie mit ihrem Mann von Brooklyn nach Queens. Die Treffen mit ihren Freundinnen geben auch eher ein deprimierendes Bild ab, sind von den beruflichen und privaten Erfolgen der anderen bestimmt. Julie selbst wirkt dort ziemlich fehl am Platz. Ein düsteres Bild.

Ganz anders wird das Leben von Julia Child (Meryl Streep) dargestellt. Die ersten Bilder zeigen sie, wie sie 1949 als Frau eines US-Diplomaten (Stanley Tucci) ihr pompös eingerichtetes Haus in Paris entdeckt. Julia ist kein Kind von Traurigkeit und wo immer sie hinkommt, wird sie in ihrer erfrischenden Offenheit und Hartnäckigkeit umschwärmt. Auch sie sucht in dem ihr fremdem Land nach einem Sinn in ihrem Alltag, probiert Hutmacherei und Bridge aus – bis sie aufs Kochen stößt. Das sie einmal zur berühmtesten Köchin der Welt werden lässt. Und da treffen sich die beiden Geschichten. Mehr

I bin aus Österreich!


(Dieses Video zeigt ein Lied der steirischen Band STS, dessen Titel auch der Titel des Blogeintrags und dessen Inhalt die mir liebste Sicht auf Österreich ist)

Frauen* die lesen, sind gefährlich.
Frauen* die schreiben, erst Recht!

Welche Rolle Frauen* im Netz spielen, ist seit einigen Monaten immer wieder Thema vieler Medien. Obwohl die Mehrheit der deutsprachigen Blogs von Frauen* betrieben werden, sind gerade die Blog-Charts hauptsächlich männlich* besetzt. Wenn Blogger_innen wahrgenommen werden, dann als solche, die sich vorwiegend privaten Themen, Mode oder dem Kochen widmen. Politische und gesellschaftskritische Themen werden online wie offline mit „Männlichkeit“ verbunden. Und aus irgendeinem mir unbekannten Grund werden feministische Blogs und Themen dabei nicht als politisch/gesellschaftlich relevanter Bereich gesehen. Mehr

Nervenheilanstalt, Teil II

Oder: Mittel und Wege ES und Über-ICH in Einklang zu bringen

Nachdem ich HIER meine Wut über mangelhafte Diskussionskultur(en) in Blogs, die sich mit Geschlechterthematiken beschäftigen, ausgelassen habe, heute mal ein paar konstruktive Inhalte.

Grundsätzliches zu Blogs

Blogs sind an sich mehr auf externe, denn auf interne Diskussionen ausgelegt. Jemand liest etwas im Netz/auf einem anderen Blog und lässt sich davon zu einem eigenen Beitrag inspirieren oder reagiert direkt auf etwas.  Aber nicht alle haben eigene Blogs oder wollen eigene haben, sondern einfach nur etwas kommentieren. Ist ja auch super, vom Kommentieren wird ein Blog richtig schön lebendig. Und aus den Kommentaren kann sich eine Diskussion entwickeln.
ABER
Der Aufbau eines Blogs erschwert das gescheite Miteinander-auseinandersetzen in den Kommentaren. Mehr

Nervenheilanstalt

Manchmal glaube, ich, das Internet ist eine. Erst die Diskussionsforen. Nun die Blogs. Insbesondere solche, die sich mit Geschlechterthemen befassen. (und solche mit esoterischen Themen aber die haben es nicht besser verdient)
Ist es denn ein ungeschriebenes Gesetz, dass, nur weil im Wort Geschlecht auch SCHLECHT enthalten ist, jegliche Vollpfosten daherkommen und alles vollkotzen?

So geschehen bei Christians Evolutionsblog. (scheinbar immer mehr eines, dass sich mit Feminismuskritik befasst denn mit evolutionsbiologischen Erkenntnissen aber gut, sein Bier)

Den Ansatz des Blogeintrages finde ich ziemlich spannend. Lassen sich feministische Strömungen und Ansätze auf einen gemeinsamen Nenner bringen? Darf man Feminismen pauschalisieren oder nicht?

Und was passiert? Mehr

Blogst du schon, oder lebst du noch? (Teil I)

Es ist dies die Frage, die sich mir immer wieder alle paar Monate stellt. Schreibe ich einen Blog? Wenn ja, worüber? Wie ziehe ich es auf, konzentriere ich mich auf ein Thema, versuche ich alle Aspekte, die mich interessieren unter einen Hut zu bringen, wird es mehr assoziativ oder mehr Tagebuch, gibt es eine Chronologie? Und überhaupt: Who cares?

Ich befürchte, ich kann keine dieser Fragen zu irgendeiner Zufriedenheit beantworten. Nicht, dass ich es nicht versuchen könnte. Mir stände die Option offen, die Struktur eines Ganzen zu skizzieren, die angeblich hinter dem steht, was du nun liest. Aber das wäre gelogen.

Natürlich habe ich mir ein paar Grundordnungen, Kategorien ausgedacht, einfach um es mir selbst ein kleines bisschen einfacher zu machen. Aber diese könnten auch genauso gut anders heißen oder ganz wegbleiben.

Ich schreibe, weil ich wohl nicht anders kann, weil diese Idee sich seit einer halben Ewigkeit in meinen Kopf gesetzt hat. Ich schreibe nicht, weil ich weiß, dass es jemanden berührt. Who cares? But: who should not care?

Dies ist kein Tagebuch. Dies ist kein thematischer Blog. Es ist eine Ansammlung von Gedanken und Ideen, die ich habe und die ich teilen möchte. Mehr nicht.

Ich will nicht die Welt retten.

Ich kann niemandem sagen, wie er oder sie zu leben hat.

Ich muss mich nicht selbst exponieren.

Ich weiß zuwenig, um eine ExpertInnenseite zu betreiben. Ich weiß zuviel, um den Mund zu halten.

Darum dieser Blog.

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