Feministischer Beziehungsalltag

Ist es eine Kunst, eine feministische, gleichberechtigte Beziehung/Partner*innenschaft zu führen? Ist es schwer? Ist es möglich?

Ich weiß, dass es möglich ist. Und nicht schwerer als Partner*innenschaften allgemein. Der Mensch an meiner Seite und ich haben eine, seit über sieben Jahren. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Kurz zu uns
Wir leben derzeit in einer Partner*innenschaft mit insgesamt zwei Personen, eine davon cisweiblich und eine cismännlich. Zufällig heterosexuell. Bewusst monogam. Wir teilen uns seit bald drei Jahren einen Haushalt, möglichst gleichwertig, wünschen uns in näherer Zukunft Kinder und schließen in fernerer Zukunft eine Eheschließung nicht aus.
Derzeit studieren und arbeiten beide beteiligten Personen, sind parteipolitisch engagiert und ich zudem noch in diversen feministischen Gruppen aktiv.

Macht allein diese Einstellung und das Engagement unser Miteinander feministisch, gleichberechtigt?
Nein. Aber sie hilft dabei.
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Die Illusion der gleichen Hausarbeitsverteilung: Ein Update

Es ist jetzt etwa 1,5 Jahre her und einer der meistgesuchtesten Begriffe in diesem Blog: Ein Putz- bzw. Haushaltsplan für Paare und WGs.
Nachdem erneut ein Bericht über die Fiktion der Gleichheit durch die Welt floss, dass selbst die (hetero)Paare, die viel Wert auf Gleichberechtigung in der Beziehung legen, es mit der Haushaltsaufteilung nicht wirklich hinbekommen – es aber dafür halten – erzähl ich mal was über meinen aktuellen Stand.
Derselbe Mensch an meiner Seite, wie damals. Seit Juni eine größere Wohnung. Noch keine Kinder. Noch keine Haustiere. Mittlerweile beide in der Abschlussphase des Masterstudiums und berufstätig. Mehr

Das bisschen Haushalt…

… macht sich nicht von allein.

Ja, auch ich habe mir gestern auf arte den Themenabend „Ehe… es kracht!“ bzw. die Dokumentation „Das bisschen Haushalt“ angesehen. Die bessere Hälfte saß im Bett neben mir und hat sich wohl gefragt, wann wir denn was richtiges schauen.

Und mal ehrlich, viel anders ging es mir auch nicht. Ich fand die Dokumentation etwas überzogen mit den Männern, die zwar ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie nicht im Haushalt helfen aber das nicht Motivation genug wäre, selbst anzupacken. Und Frauen, die zwar Hilfe wollen aber sich schwer tun den Partner als gleichberechtigtes Mitglied zu sehen, dem nicht alles gesagt werden muss, was wie getan wird. Paare, die sich den Haushalt in Bereiche teilen: er Küche, sie Wäsche und gebügelt wird abwechselnd. Und unterlegt wurde das Ganze dann mit Zahlen, dass in vielen Trennungen die Haushaltsaufteilung ein Thema ist oder dass nur 10% eine Haushaltshilfe haben (ja, genau das hab ich mir gemerkt). Fazit war wohl, dass sich im Haushalt mit der Gleichberechtigung noch immer nicht viel getan hat, viele Männer und Frauen noch immer meinen, dass Hausarbeit Frauensache ist oder Frauen ihre Männer zu Hausarbeit nötigen überreden anhalten (gibts dafür nicht ein neutrales Wort?) müssten.

Mir ist nicht klar, wo genau jetzt das Problem sein soll.  Mehr

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