Ich bin eine Rassistin

Ich entschuldige mich jetzt schon dafür, falls mein Sprachgebrauch eine*n verletzten sollte. Das ist keine Absicht, ich kann es allerdings nicht ganz ausschließen. Es geht um Rassismus. Um meinen, bewusst und sehr viel noch nicht bewusst. Ich nenne Beispiele von Situationen, in denen ich weiß, dass ich von rassistischen Strukturen und Annahmen profitiere und wohl selbst rassistisch bin. Ich muss davon ausgehen, dass der folgende Beitrag rassistische Begriffe enthält. Ich schreibe manche von ihnen bewusst – und bewusst nicht aus. Bei anderen ist mein Wissen und mein Gespür noch nicht weit genug. Das als Vorwarnung. Mehr

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Hängen geblieben, die Links der Woche 33/12

In meinem Teil des Internets war diese Woche wieder viel los. Und bei euch so?

Sexismus
Maike von Wegen erteilt Menschen eine Absage, die sie kleinreden wollen.

Einfach Hillary(ous)!
(via Twitter: re-empowerment)

(passt eigentlich zu allen Diskriminierungsformen)
Seit Welding meint „Kackscheiße“ zu sagen, würde konstruktive Diskussionen unterbinden, sage ich öfter Kackscheße. Eine muss die Dinge ja beim Namen nennen. Andere waren da übrigens ausführlicher: die Ruhrbarone oder Antje Schrupp oder dieser tolle Kommentar von Helga

Dann war da noch dieser Typ, der um Asyl ansuchte, weil er nicht zu den Vorwürfen der Vergewaltigung befragt werden will… und irgendwelche Menschen wieder dachten die Anklagen klein zu reden mit geplatzten Kondomen. Helga erklärt, warum das Kackscheiße ist und was es mit Vergewaltigungskultur auf sich hat.

Rassismus
Erinnert ihr euch an die zwei Polizisten, die Mitglieder im Ku-Klux-Klan sind? Und habt auch gehofft, dass da was passiert? Tja, zu früh gefreut. Die Mitgliedschaft bleibt folgenlos. Weil zu spät beschwert. Tschuldigung, aber Rassismus verjährt nicht!

Passend dazu, brachte die Amadeus-Antonio-Stiftung einen beängstigenden Report heraus: Das Kartell der Verharmloser – wie blind Behörden gegenüber Rechts sind

Feminismus
Antje Schrupp hat manchmal einfach keinen Bock mehr. Zu diesem Post gab es einiges an Kritik und auch bei mir liegt ein Entwurf dazu rum, der demnächst folgen wird.

Dass ich grundsätzlich erst mal positiv dazu stehe, dass Männer* ihre eigenen Standpunkte zu Feminismus finden, ist kein Geheimnis. Nun stieß ich auf diesen Blog und bin gespannt, was da noch kommt. Der erste Beitrag macht mir übrigens Bauchweh.

Brigitte von der Denkwerkstatt war am Montag im Radio.  Zum Nachhören hier entlang

Außerdem gabs (mal wieder) ein antifeministisches Gate in der Wikipedia, von dem Andreas Kemper berichtet
(via Twitter: feminist geeks)

Und wo wir schon bei der Wikipedia sind. Es geistert immer wieder der Begriff Equitiyfeminismus durch die Blogosphäre und ich dachte, ich wiki mal (heißt das so?), ob es dazu was gibt. Mir ist ja fast das Frühstück wieder hoch gekommen, als ich las, dass die Definition von einer Antifeministin stammt, die sich mal eben ein Feindbild namens Genderfeminismus gebastelt hat. Jede*r sieht auf den ersten Blick, was für ein Müll das ist. Für alle, die es gern ausführlicher hätten, danke ich sancny tausendfach für diesen tollen Artikel!

Und auch diese Woche gab es erhellende Worte von Anatol Stefanowitsch, diesmal zum Thema Diskriminierung und (Un)Verständnis

(Partei)Politik
Deutschland
Ein paar Gedanken zu Europa in der Schuldenkrise.

Eine Liberale ganz nach meinem Geschmack: Leutheusser-Schnarrenberger will Homo-Paaren volles Adoptionsrecht geben

(mehr so ein Netzding, sehe ich allerdings auch in einer politischen Dimension)
Katrin Rönicke gibt (imho gute) Tipps, wie eine*r sich verhalten kann, wenn ihm/ihr Kinderpornographie im Netz begegnet. Aufhänger des Ganzen war wohl ein Twitter-Account, der kinderpornographische Bilder verteilt hat.
(via Twitter: Netzfeminismus

Österreich
In Österreich soll es neue Zufluchtsstätten für Opfer von Zwangsheirat geben

In eigener Sache
Das Programm der FrauenSommerUniversität ist endlich online! Zur Anmeldung fürs Programm und für die Kinderbetreuung (alle Altersstufen). Und hier gehts zur Schlafplatzbörse in Kooperation mit rampenfiber.
An Dolmetscherinnen* (auch für Gebärdensprache) arbeiten wir noch. Stay tuned.

Morgen Abend gibt’s in Wien das erste Mal Netzfeminismus und Bier!

Hängen geblieben, die Links der Woche 32/12

So, ab dieser Woche versuche ich mich auch mal darin, euch ein paar Texte zu empfehlen, die ich für lesens- und be_merkenswert halte. Die Auswahl ist notwendigerweise unvollständig und es eint sie lediglich, dass sie mir in dieser letzten Woche so über den Weg lief.
Der Übersicht halber habe ich versucht, die Links thematisch ein wenig zu ordnen. Nur weils GeschlechterCHAOS heißt, muss es ja nicht auch so aussehen, ne?

Sexismus
Kiturak über Sexismus oder Faulheit

Weil ich es auch nicht besser ausdrücken kann, warum diese rosa Überaschungsei-Sache so furchtbar unüberraschend beknackt und zum Kotzen ist wie Dr. Mutti

Geschlechtsbezogene Gewalt ist in der Türkei die häufigste Todesursache für Frauen* zwischen 15 und 44
(via Twitter: re-empowerment)

 

Beruf
Neue Studie: Frauen haben weniger Chancen auf Forschungsförderung 
(via Twitter en ha)

Joachim Schulz vom Blog Quantenwelt schaut sich Studien an, die erforscht haben ob Hormone die Berufswahl steuern

Schock: In Deutschland gibt es genau 1 Entbindungshelfer (pdf, das schreit nach Einzelfall!) . In Österreich nicht einmal das 

 

Rassismus
Student*innen berichten über rassistische Erfahrungen an ihrer Uni
(via Twitter: Naekubi)

 

Familie
Nele Tabler fragt sich, wie Familie definiert wird und ob die für Frauen mit den Wechseljahren aufhört

Umgangsrecht wiegt schwerer als nationalsozialistische Gefahr 
(via Twitter: Anne Roth)

 

(Partei)Politik
Deutschland
Junge Union will Studierendenvertretung abschaffen
(via Twitter:  Simon Kowalewski)

Österreich
Radfahrer*innenwahn in Wien? Polemik und wie es wirklich aussieht
(via Twitter: Armin Wolf)

Elfriede Hammerl über die Vorarlberger Männerpartei (die nächstes Jahr zur Nationalratswahl antreten will)

 

Wissenswertes
Im Mädchenblog würde ein neuer Reader zu den Gender Studies rezensiert. Klingt gut. Muss ich auch unbedingt mal lesen.

Corinna hat sich mal erkundigt: Wie viele transidente Personen gibt es eigentlich
(via Twitter: Helga)

Alles was hier so steht, ich kann mich ehrlich nicht entscheiden, welchen einzelnen Beitrag ich da verlinken soll

 

In eigener Sache
Für die FrauenSommerUni 2012 werden noch Übersetzerinnen*/Dolmetscherinnen* gesucht (facebook-Link, übersetzen lohnt sich nur, wenn auch vor Ort dolmentschen möglich ist, es werden auch Gebärdensprach-Dolmetscherinnen* gesucht)

Ich habe von HighonCliches einen tollen tumblr übernommen: No more time to waste Ich muss mich zwar noch etwas durchwursteln aber das Prinzip bleibt das Gleiche: Ein Haufen guter Nachrichten, die gesammelt werden wollen. Schlechte Nachrichten gibt es schon genug!

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