Muss ich mit jedem/jeder können?

Im Zuge der aufkommenden Diskussionen von Frauenministerin Schröder (mehr oder weniger) mit Feminismusikone Schwarzer, oder dem Evolutionsblog mit Feministinnen wie dem Piratenweib stellte sich mir eben die Frage: Muss ich als bekennende Feministin mit allem solidarisieren, was sich Feminismus nennt? Muss ich mit allen d’accord gehen, die sich „Frau“ nennen? Gibt es so was wie Frauensolidarität noch bzw. sollte es so etwas geben?

Wenn ja, wenn Frauen noch immer eine überall prinzipiell unterdrückte und benachteiligte Gruppe der Bevölkerung sind, würde das bedeuten, dass ich dies mit allen anderen als weiblich geborenen Wesen teile und wir uns daher im Schulterschluss üben müssten. Dann müsste ich mich mit Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Alice Schwarzer, Eva Herman, Charlotte Roche, Kristina Schröder, Charlotte Engelhardt, Heidi Klum und Sonja Kraus (sowie die vielen ungenannten doch bekannten und unbekannten anderen Frauen) gemeinsam gegen „das Patriachat“ oder patriarchale Strukturen oder „die Männlichkeit“ stellen. Wird nur etwas schwierig. Die mir spontan eingefallenen Figuren vertreten die unterschiedlichsten politischen und privaten Meinungen und Lebensentwürfe. Um ehrlich zu sein, ich möchte mit keiner von ihnen tauschen. Und keiner in allem was auch immer sie sagt, zu 100% zustimmen. Nicht pauschal. Mehr

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